Finnische Sauna in Lappland: Typen, Löyly und Etikette

Saunatypen von der Rauchsauna bis zur Infrarotkabine, die Kunst des Löyly, Sauna-Etikette und der Wechsel zwischen Löyly und Eisloch.

Darf man in der Schwangerschaft in die Sauna? Das ist untersucht worden, und die Zahlen sind beruhigend. Eine systematische Übersichtsarbeit fasste 12 Studien mit 347 schwangeren Frauen zusammen: Bei keiner einzigen wurde eine Körperkerntemperatur von 39,0 Grad überschritten, die als schädlich für den Fötus gilt. Der höchste Einzelwert lag bei 38,9 Grad und wurde nach körperlicher Belastung gemessen — nicht in der Sauna. Die Übersichtsarbeit kommt zu dem Schluss, dass eine Schwangere unabhängig vom Schwangerschaftsstadium bis zu 20 Minuten in einer 70 Grad heißen trockenen Sauna (15 Prozent relative Luftfeuchtigkeit) sitzen kann, ohne diese Grenze zu überschreiten. Eine finnische Aufgusssauna ist allerdings oft heißer und deutlich feuchter als der Versuchsaufbau, und Feuchtigkeit schwächt die Kühlwirkung des Schwitzens: Halten Sie die Gänge kurz und mild, trinken Sie Wasser und gehen Sie sofort hinaus, wenn Ihnen schwindelig wird. Zu Ihrer eigenen Schwangerschaft fragen Sie Ihre Hebamme oder Ihre Ärztin — diese Seite kennt Ihre Situation nicht. Zwei weitere Übersichtsarbeiten weisen in dieselbe Richtung: Eine breite Saunaübersicht hält fest, dass Saunabaden die Fruchtbarkeit nicht beeinflusst und während unkomplizierter Schwangerschaften gesunder Frauen sicher ist, und eine zweite Übersicht fand keine nachteiligen Wirkungen des Badens in der Schwangerschaft und keine teratogene Wirkung — mit Ausnahme von Präeklampsiefällen.

Für wen ist die Sauna nicht geeignet? Eine begutachtete Übersichtsarbeit nennt drei Kontraindikationen: instabile Angina pectoris, frischer Herzinfarkt und schwere Aortenklappenstenose. Dieselbe Arbeit nennt auch die andere Hälfte: Für die meisten Menschen mit koronarer Herzkrankheit, deren Angina stabil ist oder deren Infarkt lange zurückliegt, ist die Sauna sicher. Eine zweite Übersicht ergänzt, dass die Sauna für Patientinnen und Patienten mit Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit oder Herzinsuffizienz nicht besonders riskant erschien, sofern sie medikamentös eingestellt und in stabilem Zustand waren — hebt aber eine Medikamentengruppe eigens hervor: Blutdruckmedikamente begünstigen einen Blutdruckabfall nach dem Bad. Wer erkältet ist, sollte die Sauna meiden, besonders mit Fieber. Und der Hinweis, der auch für Gesunde gilt: Alkohol in der Sauna erhöht das Risiko für Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen und plötzlichen Tod und sollte vermieden werden. Zu Ihrer eigenen Erkrankung fragen Sie Ihre behandelnde Ärztin — diese Seite kennt sie nicht.

Wann sollte man nicht in die Sauna gehen? Drei Situationen, in denen die Quellen Nein sagen. Die erste ist Alkohol: Eine begutachtete Übersichtsarbeit hält fest, dass Alkoholkonsum beim Saunabaden das Risiko für Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen und plötzlichen Tod erhöht und vermieden werden sollte — und in finnischen rechtsmedizinischen Daten von 1990 bis 2002 stand die Hälfte aller in der Sauna Verstorbenen unter Alkoholeinfluss. Die zweite ist Krankheit, besonders Fieber. Wer erkältet ist, sollte die Sauna meiden, und die Begründung ist konkret: Die körperliche Belastung durch die Sauna kann das Risiko für Folgeerkrankungen erhöhen, zum Beispiel für eine durch Viren verursachte Herzmuskelentzündung. Dasselbe gilt für Kinder: Ein Kind mit Fieber oder einer sonstigen akuten Erkrankung soll nicht mit in die Sauna genommen werden. Die dritte ist kein Verbot, sondern Vorsicht: Blutdruckmedikamente, besonders Betablocker — und beachten Sie, dass der Blutdruckabfall nach der Sauna kommt, nicht währenddessen. Und dann das, was nicht bekannt ist, denn danach wird auch gefragt. Beim Kater lautet die Frage nicht, wie Sie sich fühlen, sondern ob noch Alkohol im Blut ist; wenn ja, gilt der erste Punkt. Menstruation, eine schwere Mahlzeit, Schlafmangel oder unmittelbar vorher harte Belastung behandeln unsere Quellen überhaupt nicht, und es gibt dazu keine Sicherheitsforschung im Saunakontext. „Kein bekanntes Hindernis" ist nicht dasselbe wie „untersucht und für sicher befunden".

Darf man in der Sauna Alkohol trinken? Nein. Die Schlussfolgerung der begutachteten Übersichtsarbeit ist unmissverständlich: Alkoholkonsum während des Saunabadens erhöht das Risiko für Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen und plötzlichen Tod und sollte vermieden werden. In einem Versuch mit zehn gesunden Männern ließ die Sauna allein den systolischen Blutdruck auf dem Ausgangsniveau, während Sauna und Alkohol zusammen ihn senkten. In finnischen rechtsmedizinischen Daten aus den Jahren 1990 bis 2002 erwies sich der Tod in der Sauna als selten — weniger als zwei Fälle pro 100 000 Einwohner und Jahr — aber die Hälfte aller Fälle stand unter Alkoholeinfluss, und die Forschenden halten fest, dass die Rolle des Alkohols als Risikofaktor gewachsen ist. Ihr eigener Präventionshinweis hat zwei Teile: weniger trinken, und einen betrunkenen Saunagast nie allein lassen.

Was tue ich, wenn mir in der Sauna schwindelig wird? Setzen Sie sich sofort hin oder legen Sie sich besser hin — notfalls auf den Boden — und bitten Sie um Hilfe, wenn Sie sie brauchen. Stehen Sie nicht auf und gehen Sie nicht hinaus: Der Mechanismus ist ein lagebedingter Blutdruckabfall, und Aufstehen ist genau die Bewegung, die ihn verschlimmert. Einem Sturz können allgemeines Unwohlsein, Veränderungen des Gesichtsfelds, Schwanken, einknickende Knie oder das Gefühl vorausgehen, auf dem Deck eines Schiffes im Seegang zu stehen. Achten Sie auch auf den Zeitpunkt: Am schlimmsten ist die Lage oft erst einige Zeit nach dem Verlassen der Sauna, nicht in der Hitze selbst. Wer Blutdruckmedikamente nimmt, sollte besonders vorsichtig sein.